Amüsante Religionskritik
Solo für den Teufel
"Eine einstündige Tour de force ist das, eine angriffige, wortgewaltige Verteidigungsrede des Unglaubens, ein Teufelsritt durch Altes und Neues Testament, Apokryphen und Uta Ranke-Heinemann, Katechismus und Karl-Heinz Deschner.
Kostümmäßig kommt man dabei mit zwei angeklebten Hörnern und etwas Schminke aus und auch der Requisiten bedarf es kaum. Denn Kurt Rasters Text, der genüsslich aus den Absurditäten und Schrecknissen angeblich heiliger Schriften schöpft, bietet genügend Knalleffekte, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Da gibt es die lange Tirade, aber auch das intime Zwiegespräch zwischen Gott und einem Kind, da liegen Ironie und Drastik, Zynismus und humanistisches Pathos eng beieinander. Und immer wieder, wie bei Karl Kraus, das entlarvende Zitat als schärfste Waffe." (Mittelbayerische Zeitung)
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