| Samstag, den 27. November 2010 um 12:21 Uhr |
Relidiculous?
Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) feiert seine ersten 33 Jahre. Und er feiert zugleich Luise als den Freigeist des Jahres 2010. Zu Recht! Guggi hält eine Laudatio, die neben ihrer inhaltlichen Qualität vor allem eines auszeichnet: Wahrhaftigkeit. Jedes Wort meint sie auch so. Welch erfrischende Abwechslung zu dem üblichen Politikerkauderwelsch! Ute singt einige ebenso erfrischende Lieder und endlich, nachdem der Vertreter des örtlichen Papstblattes sich aus dem Staub gemacht hat, werden auch feinste Klerikalwitzchen vorgetragen: – Ein Atheist versucht einem Tiger zu entkommen. Als der Tiger zum finalen Sprung ansetzt, wirft sich der Atheist zu Boden und fleht zu Gott: „Herr, wenn es dich gibt, hilf!“ Die Zeit steht still, ein Licht fällt vom Himmel und Gott spricht reichlich ungehalten: „Jetzt kommst du also angekrochen! Aber ich will dir helfen. Ich mache den Tiger zu einem guten Christen.“ Das Licht geht aus, die Zeit läuft wieder weiter und der Tiger fällt auf die Knie. Er bekreuzigt sich und murmelt: „Lieber Jesus, sei mein Gast, und segne, was du mir bescheret hast.“ Ich denke leise: Wie schön! Dieser Witz sagt mehr über Wesen und Sinn des Christentums, als 1000 Seiten Deschner. Ich hab auch einen auf der Pfanne:
– Der kleine Maxl beichtet beim Ersatzpfarrer, der eigentliche ist in Urlaub. Nach dem üblichen Kram kommt der Knabe zum Kern: „Herr Pfarrer, ich hatte Analverkehr.“ Völlig überfordert vom Ausmaß der Sünde blättert der Geistliche im katholischen Sühnekatalog. Schließlich fragt er Maxl: „Was hat denn der andere Pfarrer bei dieser Sünde gegeben?“ Maxl: „Manchmal ein Snickers“. Ich will gerade zum Erzählen ansetzen, da fällt es mir auf: Der Witz ist kein Witz. |