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  • Sofern nicht anders gezeichnet, stammen alle Beiträge von Kurt Raster



Freitag, den 12. März 2010 um 18:33 Uhr

Eröffnungsblog

Der erste Blogeintrag. Hier sollte man mit Bedacht schreiben. Der erste Blogeintrag legt die Ziellinie fest, den Zweck der Übung. Muß nicht, ich will es aber so.

Ein Zweck der Übung ist die Selbstvergewisserung. Die eigenen Gedanken in digitale Zeichen zu klopfen und der Welt zum Gout- oder Malträtieren vorzulegen, soll Ruhe im Hirn schaffen, die Ruhe der Klarheit. Marx und Engels schrieben aus diesem Grund "Die deutsche Ideologie“ und überließen das Manuskript nach getaner Arbeit „der nagenden Kritik der Mäuse“.

Ein weiterer Zweck soll das Mitreden sein. Nun will ich mir keine Illusion vorgaukeln. So ein Blog ist ein Furz im Wind. Doch einen Furz zurückzuhalten, macht auch keinen gesunden Menschen.

Das Ziel aber aller Einträge soll die Hegemonie des Guten sein. Oje, jetzt ist es heraußen, das Unwort „gut“. Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß, wer „gut“ sagt, ist doof. Doch was ist „gut“? Möglicherweise wird mir keine und auch Herr Keiner nicht widersprechen, wenn ich sage, Schlechtes wird selten als vernünftig gepriesen. Es herrscht also eine gewisse Beziehung zwischen gut und vernünftig bzw. schlecht und unvernünftig. Ja, häufig werden die Begriffe synonym gebraucht.

Dies führt uns zu einem interessanten Paradox, wenn wir für „gut“ „vernünftig“ einsetzen: "Alle vernünftigen Menschen sagen, der Mensch sei unvernünftig." Wer denkt da nicht an den herrlichen Satz: "Alle Kreter sagen, alle Kreter lügen."

In diesem Sinne ist es erstaunlich doof, wenn vernünftige Menschen behaupten, der Mensch sei schlecht.

Dieser Blog soll also für die Hegemonie des Guten eintreten, denn es ist das einzig Vernünftige. Den Begriff „Gut“ aber mit gutem Inhalt zu füllen, das ist die eigentliche Aufgabe. Ich will mich mit jedem Eintrag neu bemühen, dem guten Inhalt auf die Spur zu kommen.